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#26 19.05.2016 06:18

Thomas Boeuf
Moderator
Ort: Alzenau
Registriert: 28.09.2012
Beiträge: 674
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Re: Yucca rostrata, Yucca reverchonii, Y. thompsoniana, etc. in den Alpen?

Ja, stimmt, Liapor ist im Prinzip gebrochener Blähton und ich verwende die eine feine Variante davon. Aber nur als Zusatz (1/3) in Topfsubstraten. Dachte an die großen runden Kügelchen, die du einarbeiten möchtest.

Im Garten ist mir das zu aufwändig. Da ich aber grundätzlich sandige Gartenerde habe, muss ich außer einer Abdeckschicht gar nichts zuschlagen. Ich dünge auch nicht. Ich habe dann und wann mal im Frühjahr Blaukorn ausgesteut, aber seit wir Schildkröten haben, verzichte ich darauf ;-) Muss meines Erachtens auch nicht sein. Einige die ich kenne, düngen gezielt mit Düngestäbchen.

Da Yuccas auf unterschiedlichsten Böden wachsen, vorwiegend auf sandigen, kalkhaltigen und mineralischen, kann es kein Fehler sein diese "anzubieten". Viele schwören hierzulande auf  fast rein sandige Böden mit einer Abdeckung aus Kalksplitt.

Das mit den Links verstehe ich nicht? Ich habe keine angehängt? Hast du welche angehängt? Was wurde von wem gelöscht?
sad

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#27 19.05.2016 11:31

Salzburger
Mitglied
Registriert: 09.05.2015
Beiträge: 406

Re: Yucca rostrata, Yucca reverchonii, Y. thompsoniana, etc. in den Alpen?

Thomas Boeuf schrieb:

Ja, stimmt, Liapor ist im Prinzip gebrochener Blähton und ich verwende die eine feine Variante davon. Aber nur als Zusatz (1/3) in Topfsubstraten. Dachte an die großen runden Kügelchen, die du einarbeiten möchtest.

Liapaor für den Hausbau sind große Kugeln, so 8-16mm. Damit ich da nicht falsch verstanden werde, du bist kein Fan davon, das kam rüber, ich will nur eventuell ein Missverständnis klar stellen:

Zu "Liaver, Liapor, Poraver....sind diese Stoffe hygroskopisch?" bei fachwerk . de
Ich kenne Liapor seit Jahren in meiner Arbeit als Planer, Gutachter und Bauüberwacher.
Es ist ein in der Paxis bewährtes Material, das weder Wasser hygroskopisch bindet noch wie ein Schwamm speichert. Die Oberfläche ist natürlich nicht gasdicht; eine begrenzte Wasseraufnahme in gasförmiger Form und in geringen Mengen ist sicher möglich. Was heißt das: Die Luft im Liapor nimmt mit der Zeit die Umgebungsfeuchte der Luft an, es bildet quasi eine Gleichgewichtsfeuchte; andere Baustoffe wie Holz, Kalk und Lehm tun dies auch. Da dies zeitverzögert erfolgt, wirkt diese Eigenschaft feuchteregulierend.
Der Unterschied bei Schüttungen aus Kies als Einkorn oder Liapor liegt nur in der geringeren Wärmeleitfähigkeit und der geringeren Masse von Liapor, es dämmt halt besser.

Im Garten ist mir das zu aufwändig. Da ich aber grundätzlich sandige Gartenerde habe, muss ich außer einer Abdeckschicht gar nichts zuschlagen.

Meine Erde ist mir ein zu großes Risiko, die haben schon einige Pflanzen nicht überlebt und ich dadurch viel Geld verloren. Ich tausche die kleine Stelle wo ich setze aus und der Aufwand ist mit Liapor für mich wegen des Gewichts beim Transport deutlich geringer. Das einzige das mich beunruhigt ist die Wurzelbildung bei Blähton in Hydrokultur. Die Situation ist dort aber anders, da ja die Erde trocken gehalten wird und kein Grundwasser vorhanden ist.

Viele schwören hierzulande auf  fast rein sandige Böden

Kann schon sein, dass das für manche Pflanze gut ist, aber wenn ich an einen verregneten Sandstrand denke, dann dauert das ganz schön bis der wieder trocken ist, merkt man auch wenn man da runtergräbt. Ich denke im Sommer kein Problem, aber ob das im Winter und der Regenzeit so optimal ist, wenn ich an Pilz und Schimmel denke? Irgendwie widerspricht sich das auch mit der Steilhangempfehlung.

Das mit den Links verstehe ich nicht? Ich habe keine angehängt?

Dann habe ich nichts verpasst und du kannst es vergessen, bei mir scheint da 2x sowas wie "$matches[1]$matche..." in deinem Posting auf. Das sehe ich nach dem Posten eines Links immer, aber ich poste keine Links mehr.

Danke Thomas für deinen Beitrag!


Zone tF

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#28 19.05.2016 18:47

Thomas Boeuf
Moderator
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Re: Yucca rostrata, Yucca reverchonii, Y. thompsoniana, etc. in den Alpen?

Ok, das mit deinem Substrat kann ich verstehen.
Wenns nicht passt muss man eben nachbessern.
Da ist das besprochene Material gut.

Man macht sowieso über die Jahre seine ganz eigenen Erfahrungen.
Ich mache jedes Jahr welche ;-)

VG
Thomas

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#29 19.05.2016 19:23

Salzburger
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Re: Yucca rostrata, Yucca reverchonii, Y. thompsoniana, etc. in den Alpen?

Thomas Boeuf schrieb:

Ok, das mit deinem Substrat kann ich verstehen.

Man macht sowieso über die Jahre seine ganz eigenen Erfahrungen.
Ich mache jedes Jahr welche ;-)

Geht mir auch so Thomas, aber es müssen ja nicht mehrere das "Rad neu erfinden" und wenn du mit Liapor schon gewaltig Probleme gehabt hättest, wäre das interessant gewesen. Ich habe noch von niemandem bei Liapor-Beigabe von größeren Problemen gehört, aber ich wollte es mit überwiegendem Anteil probieren. Ich werde bei meiner Drittelmischung Liapor, Kies, Erde bleiben. 2/3 Liapor ist mir dann doch zu experimentell was die Auswirkung auf die Wurzeln betrifft, heißt es eben 50kg-Säcke Kies schleppen.

Wenn es irgendwo Probleme gibt, gebe ich Feedback.

Eine letzte Frage: Verbreiten sich die Rhizome von Gloriosa stärker als von Filamentosa? Ich bin noch am Überlegen, ob ich vorhandene natürliche Rhizomsperren geschickt nutzen kann. Gibt es bei den genannten Yuccaarten welche, wo sich die Rhizome sehr weit von der Mutterpflanze weg entfernen?

Danke Thomas!

Beitrag geändert von Salzburger (19.05.2016 19:23)


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#30 19.05.2016 20:28

Thomas Boeuf
Moderator
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Re: Yucca rostrata, Yucca reverchonii, Y. thompsoniana, etc. in den Alpen?

Ein klares NEIN.
Die Rhizome von gloriosa/recurvifolia halten sich in Grenzen.
Die von filamentosa/flaccida breiten sich über die Jahre mehr aus, aber auch dadurch da sich immer wieder neue Pflanzen aus den Rhizomen bilden. Deshalb sagt man ja auch horst- oder buschbildende Arten.

VG
Thomas

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#31 26.05.2016 00:10

Salzburger
Mitglied
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Beiträge: 406

Re: Yucca rostrata, Yucca reverchonii, Y. thompsoniana, etc. in den Alpen?

Salzburger schrieb:

Ich habe mich dann nach seinem Rat für ein paar spezielle Hybriden entschieden

Yucca recurvifolia x karlsruhensis
Yucca pallida x fil./flac.
Yucca filam. x thompsoniana
Yucca glauca x karlsruhensis

Da ich von diesen Hybriden keine Fotos im Internet gefunden habe, möchte ich euch nicht vorenthalten, wie diese aussehen bzw. was ich demnächst in den Alpen im Freiland probieren werde. Vielleicht ist das ja für ähnliche Gesinnte eine Orientierung. Die "gelb grünen" kommen irgendwo her aus einem Internetshop, die anderen wurden in Österreich gezüchtet und da hoffe ich, dass sie bei mir "Heimatgefühle" bekommen. ;-)


Einige Yucca filamentosa 'Color Guard' kommen dort hin, wo es eine natürliche Rhizom-Grenze gibt.
yucca_filamentosa_color_guard_0006.jpg


Yucca filamentosa/flaccida x Yucca thompsoniana
yucca_filamentosa_flaccida_x_thompsoniana_0003.jpg


Yucca glauca x karlsruhensis
yucca_glauca_x_karlsruhensis_0003.jpg


Yucca Gloriosa 'Variegata'
yucca_gloriosa_variegata_0007.jpg


Yucca neomexicana
yucca_neomexicana_0003.jpg


Yucca pallida
yucca_pallida_0003.jpg


Yucca pallida x Yucca filamentosa/flaccida
yucca_pallida_x_filamentosa_flaccida_-_apfelbaum_0001.jpg


Yucca recurvifolia x karlsruhensis
yucca_recurvifolia_x_karlsruhensis_0004.jpg


Yucca pallida x karlsruhensis
yucca_pallida_x_karlsruhensis_0003.jpg


Yucca recurvifolia x arkansana
yucca_recurvifolia_x_arkansana_0002.jpg


Ich bin schon gespannt, was sich davon hier halten kann. Ich fürchte die Nässe mehr als die Kälte.

Beitrag geändert von Salzburger (09.06.2016 10:39)


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#32 26.05.2016 05:55

Thomas Boeuf
Moderator
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Re: Yucca rostrata, Yucca reverchonii, Y. thompsoniana, etc. in den Alpen?

Schöne Auswahl.
Außer bei der gloriosa "Variegata" sehe ich keine Probleme mit der Nässe.
Zumindest hier im Rhein-Main-Gebiet machen die bisweilen Probleme.

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#33 26.05.2016 12:03

Salzburger
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Re: Yucca rostrata, Yucca reverchonii, Y. thompsoniana, etc. in den Alpen?

Ja Thomas, meine 2 Gloriosa machen mir Sorgen. Ich sehe gerade, von der grünen Gloriosa habe ich bei der Zusammenstellung kein Foto gepostet, gab es aber davor in diesem Thread, speziell da die nässeempfindliche Hesperaloe Parviflora jetzt noch ein Blatt verloren hat, es sind jetzt schon 4. Es ist immer das mittlere, das verfault.


Hesperaloe Parviflora
hesperaloe_parviflora_0008.jpg


Der innerste Trieb, den man am Foto sieht, ließ sich jetzt herausziehen
hesperaloe_parviflora_0009.jpg


Kann ich da irgendwas bei der Hesperaloe tun, außer zu hoffen, dass es nicht regnet?

Wie groß ist die Gefahr, dass sich die anderen Yuccas anstecken, wenn die Gloriosa einen Pilz bekommt? Filamentosa und Baccata wären ca. 1m daneben. Würden 2m Entfernung einen Unterschied machen?

Beitrag geändert von Salzburger (26.05.2016 12:57)


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#34 26.05.2016 18:02

Thomas Boeuf
Moderator
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Re: Yucca rostrata, Yucca reverchonii, Y. thompsoniana, etc. in den Alpen?

Um ganz sicher zu gehen, hilft nur ein Nässeschutz ... oder Selektion ;-)
Wir haben über die Jahre (insbesondere in den "Killer Wintern" 2009-2012) einige Yuccas verloren und leidige Erfahrungen gesammelt.
Ganz ohne Schwund geht es leider nicht :-/
Oft bekommt man wenige bis gar nicht abgehärtete Pflanzen. GsD treiben die dann oft wieder aus und sind dann in der Regel härter.

Schönen Restfeiertag
Thomas

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#35 26.05.2016 21:43

Salzburger
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Re: Yucca rostrata, Yucca reverchonii, Y. thompsoniana, etc. in den Alpen?

Thomas Boeuf schrieb:

Um ganz sicher zu gehen, hilft nur ein Nässeschutz ... oder Selektion ;-)

Ich tendiere ja schon seit einigen Wochen zu Selektion, traue mich dann aber doch nicht. ;-) Für Nässeschutz sind die Gloriosa irgendwann zu groß. Macht es Sinn da einfach die Blätter ein wenig zusammenzubinden und Vlies darüber zu geben? Ein Regendach stelle ich mir eher aufwendig bei der Variegata vor, andererseits möchte ich die ersten 2 Jahr schon ein wenig schützen.

und leidige Erfahrungen gesammelt.

Die Frage ist, ob du was besser hättest machen können / wollen oder ob man einfach zur Kenntnis nehmen muss, dass es für manche Yuccas einfach in diesen Breiten zu problematisch ist.

Das einzige, das mir beim Klima immer wieder auffällt, dass es in Mitteldeutschland und nördlicher oft viel chaotischer mit Schneeverwehungen ist als hier nördlich der Alpen, das sagt aber wenig über Tiefstemperaturen und Nässe aus.

Wäre interessant welche langfristigen Durchschnittstemperaturen und Niederschläge deine Yuccas ausgesetzt sind.

Wikipedia verweist bei diesem Klimagramm auf die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik — ZAMG
klimadiagramm.jpg

Man darf diese Durchschnittswerte natürlich nicht mit Maximalwerten verwechseln!

Schön mit jemand mit soviel Erfahrung zu diskutieren, Thomas!

Beitrag geändert von Salzburger (26.05.2016 21:44)


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#36 28.05.2016 16:04

Salzburger
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Re: Yucca rostrata, Yucca reverchonii, Y. thompsoniana, etc. in den Alpen?

Thomas Boeuf schrieb:

Um ganz sicher zu gehen, hilft nur ein Nässeschutz

Thomas hast du schon bei Nässeproblemen mit dem Standort experimentiert, zB an eine windige Stelle gesetzt, wo die Blätter durch den Wind schneller trocknen?


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#37 09.06.2016 10:43

Salzburger
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Re: Yucca rostrata, Yucca reverchonii, Y. thompsoniana, etc. in den Alpen?

Ich habe jetzt noch Yucca pallida x karlsruhensis und Yucca recurvifolia x arkansana dazu gesetzt. Bilder wurden bei #31 bei der Bilderübersicht oben dazugefügt. Sind die nässeempfindlich?

Beitrag geändert von Salzburger (09.06.2016 10:44)


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#38 09.06.2016 19:18

Thomas Boeuf
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Re: Yucca rostrata, Yucca reverchonii, Y. thompsoniana, etc. in den Alpen?

Grundsätzlich ist das was wir machen sowieso "growing on the edge".

Da das Klima immer wechselhafter wird, muss man selektieren was geht und was nicht.
Letztes Jahr hatten wir z. B. einen "Steppensommer" heuer Regenmengen ohne Ende.

Was bei dem einen geht, geht bei anderen nicht [Beispiel Y. nana geht bei mir nicht, in kontinental geprägteren (sogar wesentlich kälteren Regionen) Regionen schon]. Die einen schwören auf halbschattige Plätze um Pilzbefall zu vermeiden, die anderen wundern sich warum die gleiche Art an den sonnigsten Plätzen im Garten  befallen sind.

Yucca-Arten könnte man jetzt grundsätzlich von West nach Ost kategorisieren (bedingt auch von Nord nach Süd).
Die westlichen Arten sind nässeempfindlicher als die aus dem Osten.
Das gilt auch für die Böden. Die Böden an der Ostküste sind humoser als die im Westen (und der restlichen Habitate).
Alles grob kategorisiert smile

Yuccas sind semisukkulent, also von "der Anlage her" trockenheitsresistent,
Sonnenanbeter und eben eher nässeempfindlich.

Grundsätzlich sind exponierte, windige Plätze gut für Yuccas.

Die neuen Hybriden sind noch wenig erprobt.
Hier lohnt es sich zu schauen wo die jeweilige Art natürlich vorkommt.
Die beiden Hybriden habe ich selbst nicht ausgepflanzt, sollten aber funktionieren.

LG
Thomas

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#39 09.06.2016 21:32

Salzburger
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Re: Yucca rostrata, Yucca reverchonii, Y. thompsoniana, etc. in den Alpen?

Yuccas sind semisukkulent, also von "der Anlage her" trockenheitsresistent,
Sonnenanbeter und eben eher nässeempfindlich.

So denke ich mir das auch, mache aber immer wieder die gegenteilige Erfahrung. Meine Yucca filamentosa 'Color Guard', die seit ca. 1 Jahr im Freiland ist, wächst heuer bei dem Regen wie verrückt, ein breites und großes Blatt nach dem anderen. Ich hoffe, die fault nicht schon unter der Erde und wächst deswegen so wild, aber eigentlich sollte ich eine sehr gute Drainage gemacht haben.

2 andere viel größere Yucca filamentosa 'Color Guard', die am 14.5. bei mir ankamen und dann bis 6.6. im Halbschatten verbrachten, lassen seit dem Einsetzen an einem sehr sonnigen Platz die Blätter nach 2 heißen Tagen hängen, obwohl ich die mit dem Schlauch abends sehr viel gegossen hatte. Eine weitere von den großen wurde in einen großen Plastikkübel gesetzt, der ebenfalls fast den ganzen Tag in der Sonne steht, aber etwas windiger und im Kübel stehen die Blätter noch viel höher (wie V) als bei den Freilandpflanzen. Wird wohl wie immer sein, erst die vor Ort gewachsenen Blätter halten sich gut und sind auch viel schöner als die gelieferten.

Meine 2 sehr kleinen Yucca filamentosa 'Color Guard' lasse ich gegenüber dem Vorjahr im Halbschatten bei viel Wasser etwas größer werden, bevor sie in die pralle Sonne kommen.

Ich habe das Gefühl, man muss sich bei Yuccas trauen am Anfang im Freiland nach dem Glashaus viel zu gießen. Wenn es viel regnet kann man eh nur hoffen, dass es nicht zu viel ist. Auch meine anderen oben genannten Yucca-Hybriden scheinen im Freiland am Anfang sehr durstig zu sein. Die Yucca pallida x Yucca filamentosa/flaccida sah nach 2 Tagen ausgiebigem Gießen irgendwie "vertrocknet" gegenüber den anderen aus. Dann habe ich die Yucca pallida x Yucca filamentosa/flaccida mit dem Schlauch stark gegossen und es wurde wieder besser. Diese großen Mengen an Wasser, die ich neu im Freiland gepflanzten Yuccas zuführe, lässt mich jedenfalls nicht an die geringen Regenmengen denken, die es im Verbreitungsgebiet gibt. Vielleicht liegt es aber auch an meiner guten Drainage bei der das meiste Wasser abfließt.

Morgen soll die Sonne scheinen, vielleicht schaffe ich Vergleichsfotos.

Beitrag geändert von Salzburger (09.06.2016 21:33)


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#40 10.06.2016 23:23

Salzburger
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Re: Yucca rostrata, Yucca reverchonii, Y. thompsoniana, etc. in den Alpen?

Hier ein paar Fotos zur Entwicklung:

1 Filamentosa wurde in einen Topf gesetzt und 2 ins Freiland.

yucca_filamentosa_color_guard_0016.jpg

Man sieht die Blätter sind wie ein "V" geblieben und liegen nicht zum Großteil.


Die im Freiland sah am 6.6. so aus:

yucca_filamentosa_color_guard_0014.jpg

Also auch noch eher in Richtung "V" und dann am 10.6. hängen bereits die Blätter:

yucca_filamentosa_color_guard_0020.jpg

An Tagen ohne Regen wurde jeden Tag abends gegossen.


Die Filamentosa, die ich vor 1 Jahr ins Freiland ganz in der Nähe setzte, hat sich prächtig entwickelt, verhielt sich am Anfang aber ähnlich. Man vergleiche die Breite der Blätter, obwohl die Pflanze viel weniger Blätter hat, dh IMO jünger ist, sind die Blätter bei der jüngeren viel breiter. Unten sieht man noch ein paar von den alten schmalen gekrümmten Blättern.

yucca_filamentosa_color_guard_0017.jpg

Ich frage mich, ob ich da was falsch mache nach dem Einsetzen, oder ob das einfach so ist. Noch mehr gießen bei den Neupflanzungen kann ich mir nicht vorstellen. Irgendwie scheinen mir alle neuen ein Problem mit der Sonne bzw. der Hitze zu haben.

Beitrag geändert von Salzburger (10.06.2016 23:49)


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