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#1 19.03.2018 00:22

Boraras
Junior-Mitglied
Ort: Südniedersachsen
Registriert: 18.03.2018
Beiträge: 9

Anzucht-Tipps für verschiedene Palmen?

Hallo zusammen,

ich habe gestern ein paar Palmensamen bestellt:

Chamaedorea ernesti-augusti
Chamaedorea hooperiana
Hydriastele beguinii 'O b i Island'
Kentiopsis oliviformis
Wallichia oblongifolia (= W. densiflora)

Gibt es bei der Aussaat Besonderheiten zu beachten?
Ich würde sie 2 Tage in warmen Wasser einweichen und dann in Kokossubstrat im Folienbeutel bei ca 25 bis 28 Grad bis zum Keimen lagern. Anschließend sollen sie erstmal in einem Erdsubstrat wachsen.
Wenn alles glatt läuft, möchte ich die Palmen mittelfristig auf Hydrokultur umstellen. Das wird aber vermutlich erst im nächsten Jahr möglich sein, wenn sie eine gewisse Größe erreicht haben.

Für Tipps wäre ich dankbar, falls eine der Arten abweichend behandelt werden sollten!

LG
Boraras

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#2 19.03.2018 07:46

Karin
Senior-Mitglied
Registriert: 27.09.2012
Beiträge: 2.033

Re: Anzucht-Tipps für verschiedene Palmen?

Hallo,

Palmensamen brauchen keine unterschiedliche Behandlung. Manche keimen früher andere brauchen wieder länger. Ansonsten alles richtig gesagt. Viel Glück!


Laufe nicht der Vergangenheit nach und verliere Dich nicht in der Zukunft. Die Vergangenheit ist nicht mehr, die Zukunft noch nicht gekommen. Das Leben ist hier und jetzt. (Gautama Siddharta Buddha)

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#3 19.03.2018 09:04

Boraras
Junior-Mitglied
Ort: Südniedersachsen
Registriert: 18.03.2018
Beiträge: 9

Re: Anzucht-Tipps für verschiedene Palmen?

Vielen Dank für die schnelle Antwort!

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#4 19.03.2018 11:19

Regis
Neues Mitglied
Registriert: 16.03.2018
Beiträge: 3

Re: Anzucht-Tipps für verschiedene Palmen?

Hallo,

darf ich noch fragen warum die Umstellung auf Hydrokultur noch nötog ist? Kann man sie nicht in der Erde lassen?

Grüße

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#5 19.03.2018 11:49

Palmenhain_z
Senior-Mitglied
Registriert: 16.11.2013
Beiträge: 2.159

Re: Anzucht-Tipps für verschiedene Palmen?

Servus !


....es ist nicht nötig - - - ...einfach "Geschmackssache" !     wink

Beitrag geändert von Palmenhain_z (19.03.2018 11:49)


Hänigsen ("KASPERLAND") Region Hannover                         Klimazone t D  ( 7b )    45m über NN .
Themperatur minimum   -21° C ( ...kommt selten vor )   maximum  37 ° C .

Diese Nacht wird es Regnen - denn der Mond hat einen Hof - Mein Brunnen wird sich mit Wasser füllen - denn es ist keines mehr da !!!!
       


                                                          Servus!  und alles Gute wünscht euch   Heinz !

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#6 19.03.2018 12:25

Boraras
Junior-Mitglied
Ort: Südniedersachsen
Registriert: 18.03.2018
Beiträge: 9

Re: Anzucht-Tipps für verschiedene Palmen?

Hallo Regis,

ich empfinde Hydrokulturen in (geheizten) Innenräumen als "praktischer" und einfacher als Erdkulturen. Besonders für Urlaubsvertretungen ist es einfacher. Praktisch finde ich es z.B. bei Ampelpflanzen, wenn die Töpfe so hoch hängen, dass man nicht hineinschauen kann. Den Wasserstandsanzeiger kann ich auch von schräg unten erkennen - ohne Leiter oder Stuhl.
Bei Hydrokultur muss ich mir keinen Gedanken um verschiedene Erdmischungen machen; ich habe nur eine oder maximal zwei verschiedene Blähtonkörnungen für alle Pflanzen. Um Bodenverdichtungen oder -versauerungen muss ich mich nicht sorgen; ich kann die Kulturen einfach mit viel Wasser durchspülen und alles ist wieder "sauber".
Ich hatte auch bisher kaum Verluste bei der Umstellung von Erde auf Hydrokultur. Selbst die Palmen, die ich umgestellt habe, sind zügig weiter gewachsen. Zur Not nehme ich den Umweg über Seramis, das scheint auch gut zu funktionieren: Statt in Blähton pflanze ich die gewaschenen Wurzelballen zuerst in Seramis. Wenn sie dann eingewachsen sind, stelle ich auf Hydro um.

Wenn die Räume kühler sind, muss man natürlich aufpassen, dass die Wurzeln nicht zu hoch im Wasser stehen, sonst faulen sie leicht. Da ist es dann besser, den Blähton von oben zu berieseln/ gießen und kaum Wasser im Gefäß zu stauen.

LG
Boraras

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#7 20.03.2018 12:56

Hamal
Senior-Mitglied
Ort: Werl, Zone tC
Registriert: 07.12.2013
Beiträge: 1.399

Re: Anzucht-Tipps für verschiedene Palmen?

Man muss noch nicht mal die bekannten Blähtonkugeln verwenden, um Pflanzen/Palmen in Hydrokultur zu halten. Es reichen einfach überwiegend mineralische Substrate, die sehr durchlässig sind.

Ich hatte an anderer Stelle beschrieben, dass ich für alle Palmen ca. 80% Blähtonbruch mit 20% organischem Substrat (z.B. Pinienrinde) mische. Das Substrat ist extrem durchlässig, was im Gewächshaus optimal funktioniert. Die Palmen werden im Sommer geduscht und das überflüssige Wasser läuft problemlos ab. Selbst eine Überdüngung ist so praktisch ausgeschlossen.

Die Überwinterung im Haus und im Wohnzimmer funktioniert nach dem Prinzip Hydrokultur. Die Palmen werden in einem Untersetzer gehalten, der 2-3 cm Wasser enthält, das beim Gießen immer wieder aufgefüllt wird. Was bei Substrat mit hohem organischen Anteil (z.B. Blumenerde) zu Staunässe führen würde, hat bei meinem Substrat den Nebeneffekt, dass auch die Luftfeuchtigkeit in direkter Umgebung der Palme erhöht wird und die Pflanzen ansonsten ähnlich wie bei Hydrokultur optimal mit Wasser versorgt werden.

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#8 20.03.2018 14:30

Boraras
Junior-Mitglied
Ort: Südniedersachsen
Registriert: 18.03.2018
Beiträge: 9

Re: Anzucht-Tipps für verschiedene Palmen?

Ich denke, dass Deine Methode regelmäßigere Gießintervalle erfordert, besonders wenn es heiß und sonnig ist. Ein tägliches Abduschen kommt bei meinen Zimmerpalmen/ Zimmerpflanzen natürlich nicht in Frage. Hin und wieder ein Überduschen in der Badewanne oder auf dem Balkon kann ich den Pflanzen schon zukommen lassen, aber eher wöchentlich oder - je nach Größe - noch seltener. Wegen der Parkettdielen dürfen die Pflanzen danach nicht mehr tropfen, wenn ich sie ins Zimmer zurück bringe. Und das Trocknen dauert seine Zeit...

So muss halt jeder "sein" Substrat finden, das am besten in den täglichen oder wöchentlichen Lebensrhythmus und zum Gießverhalten passt.

LG
Boraras

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#9 20.03.2018 14:40

Karin
Senior-Mitglied
Registriert: 27.09.2012
Beiträge: 2.033

Re: Anzucht-Tipps für verschiedene Palmen?

Hallo Frank,

Sobald Du organisches Substrat verwendest ist es keine Hydrokultur mehr, zumal Hydrokultur auch besagt, daß es ein geschlossenes System sein muß! Was hat denn die Pinienrinde in Deinem Substrat für eine Aufgabe oder welche Aufgabe erwartest Du von diesem Substrat? Auch ist es nicht annäherend Hydrokultur, wenn Du einen Untersetzer drunter hast mit 2-3 cm Wasser. Hydro heißt Wasser und besagt, daß die Pflanze IM Wasser steht!
Deshalb steht auch in jeder Anleitung zur Hydrokultur, daß die Wurzeln von umzustellenden Pflanzen sehr sorgfältig von jeglichem orgnischen Material zu reinigen sind, da es ansonsten früher oder später zu Fäulnis kommt bzw. kommen kann. In dem geschlossenen System, was ja Hydrokultur nunmal ist, würden dann diese organischen Bestandteile in dem gefüllten Übertopf mit Wasser anfangen zu faulen.
Siehe Wikipedia Hydrokultur
LG Karin

Beitrag geändert von Karin (20.03.2018 14:41)


Laufe nicht der Vergangenheit nach und verliere Dich nicht in der Zukunft. Die Vergangenheit ist nicht mehr, die Zukunft noch nicht gekommen. Das Leben ist hier und jetzt. (Gautama Siddharta Buddha)

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#10 20.03.2018 15:35

Boraras
Junior-Mitglied
Ort: Südniedersachsen
Registriert: 18.03.2018
Beiträge: 9

Re: Anzucht-Tipps für verschiedene Palmen?

Hallo Karin,

ich wäre bei der Definition von Hydrokultur nicht ganz so streng. Wenn sich die Pinienrinde im Substrat so langsam zersetzt, dass sie zur Ernährung (fast) keine Rolle spielt, ist sie mit einem mehr oder weniger wasserspeichernden Substrat wie Seramis oder Blähton vergleichbar. Und damit wäre Franks System (fast) Hydrokultur.
Übersetzt heißt Hydrokultur "Wasseranbau". Und es gibt Systeme auf dem Markt, die dem noch mehr entsprechen als die Kultur mit Blähton. Da schwimmen die Pflanzenwurzeln nämlich wirklich im Wasser oder werden mehr oder weniger kontinuierlich mit Wasser besprüht.
Ich würde die Kultur in Blähton auch nicht als "geschlossenes System" betrachten, wobei mir auch nicht ganz klar ist, was Du darunter verstehst. Natürlich wird längere Zeit immer nur Nährlösung zugeführt und die Pflanzen stehen mal mehr und mal weniger darin. Aber es ist doch auch wichtig, hin und wieder alles mit Wasser durchzuspülen, weil sich Stoffe im Gefäß anreichern, die langfristig schädlich für die Pflanze sein können.

LG
Boraras

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#11 20.03.2018 16:15

Hamal
Senior-Mitglied
Ort: Werl, Zone tC
Registriert: 07.12.2013
Beiträge: 1.399

Re: Anzucht-Tipps für verschiedene Palmen?

Es ist natürlich keine reine Hydrokultur, aber auch bei der Hydrokultur steht ja nicht der gesamte Wurzelbereich der Pflanze im Wasser, sondern es befinden sich wenige Zentimeter Wasser in dem Topf:
csm_hydroflora-hydrokultur-system-01_da1725a1fc.jpg
Dieses Prinzip der Hydrokultur nutze ich bei meiner Überwinterung auch, nur dass es kein geschlossenes System ist, sondern die Töpfe im Untersetzer mit Wasser stehen. Die Wurzeln nehmen das Stehen im Wasser aber trotz des geringen organischen Substratanteils nicht übel.

Zur Frage "Pinienrinde": die Pinienrinde ist der Feuchtigkeits- und Nährstoffspeicher des Substrats. Auch wenn gebrochener Blähton mehr Feuchtigkeit hält als die Blähtonkugeln, reicht das im Sommer nicht für einen ganzen Tag in voller Sonne. Mit der Pinienrinde hingegen schaffen die Palmen das über gut 24 Stunden, so dass tägliches Gießen im Sommer reicht.

Das "Duschen" ist auch nur ein vereinfachte Gießmethode, die ich im Gewächshaus anwende. Im Wohnzimmer gieße ich ganz normal, aber auch im Winter recht häufig, was ja auch kein Problem ist, da das überschüssige Wasser abläuft und nicht zu Staunässe führt.

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#12 20.03.2018 16:21

Karin
Senior-Mitglied
Registriert: 27.09.2012
Beiträge: 2.033

Re: Anzucht-Tipps für verschiedene Palmen?

Tut mir leid, aber ich bin anderer Meinung.
Mit geschlossenem System meine ich einen Übertopf, einen Einsatz, das Substrat, Wasser, Dünger und die Pflanze!
Ein einfacher Blumentopfuntersetzer kann keine Hydrokultur sein! Dann müßten alle Pflanzen in Töpfen auf der Blumenbank mit einem Untersetzer Hydrokultur sein. Das stimmt so nicht! Das ist Topfkultur - mehr aber auch nicht!
Und organisches Material hat bei Hydrokultur nichts verloren, ob es sich nun langsam oder schnell zersetzt!
Ich habe auch nichts von Blähton geschrieben. Für mich kommen bei Hydrokultur ALLE  anorganischen Substrate infrage. Blähton ist hier das gängigste, weil es sehr leicht ist. Das ist wohl der Hauptgrund, daß es so oft eingesetzt wird.
Ich habe die Pinienrinde nicht genannt, weil sie evtl. zur Ernährung gebraucht wird, sondern weil sie schlicht und einfach nur ein Haltematerial für die Pflanze darstellt. Einen anderen Sinn sehe ich nicht! Denn Pflanzen beziehen im Topf ihre Nahrung aus Düngern, der hinzugefügt wird, ob nun Hydro oder Erdekultur!

Aber das alles hatten wir schon mal diskutiert. Ich habe diese Meinung, die auch in der einschlägigen Literatur bestätigt wird - andere haben andere Meinungen. Also belassen wir es dabei!

LG Karin


Laufe nicht der Vergangenheit nach und verliere Dich nicht in der Zukunft. Die Vergangenheit ist nicht mehr, die Zukunft noch nicht gekommen. Das Leben ist hier und jetzt. (Gautama Siddharta Buddha)

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#13 20.03.2018 16:39

Karin
Senior-Mitglied
Registriert: 27.09.2012
Beiträge: 2.033

Re: Anzucht-Tipps für verschiedene Palmen?

Hallo Frank,

es sind nicht wenige cm! Bei mir  - und auch in den Gartencentern - stehen die Pflanzen bis maximal zur Hälfte des Übertopfes direkt im Wasser! Deshalb bilden die Palmen u.a. Pflanzen ja auch Wasserwurzeln, die ganz fein sind, aus. Dazu hat das geschlossene System einen Wasserstandsanzeiger. Das Optimum befindet sich in der Hälfte des Wasserstandsanzeigers, das besagt, das sich dann 1/3 bis die Hälfte Wasser im Übertopf befindet.
Im Winter kann der Wasserstand abgesenkt werden, aber nur, wenn die Umgebungstemperatur niedriger als im Sommer sein sollte. Bei mir trifft das nicht zu, da Winter wie Sommer gleich hohe Temperaturen vorhanden sind, eher im Sommer noch höher. Und da ich fast täglich Wasser nachgießen muß bei ca. 23 Grad Raumtemperatur, gieße ich sowieso immer etwas mehr Wasser hinein, damit ich es NICHT täglich machen muß.

LG Karin

Beitrag geändert von Karin (20.03.2018 16:42)


Laufe nicht der Vergangenheit nach und verliere Dich nicht in der Zukunft. Die Vergangenheit ist nicht mehr, die Zukunft noch nicht gekommen. Das Leben ist hier und jetzt. (Gautama Siddharta Buddha)

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#14 20.03.2018 17:00

Hamal
Senior-Mitglied
Ort: Werl, Zone tC
Registriert: 07.12.2013
Beiträge: 1.399

Re: Anzucht-Tipps für verschiedene Palmen?

Hallo Karin,

ich will mich jetzt nicht über 5 cm mehr oder weniger Wasser an den Wurzeln streiten. Die Überwinterung muss auch nicht "Hydrokultur" heißen, das ist mir völlig egal. Ich habe mir lediglich das Prinzip abgeschaut (und versucht, das anhand der Hydrokultur zu erklären), wobei man bei der Entwicklung der Hydrokultur vielleicht auch nur in der Natur abgeschaut hat (Palmen in einer Sandwüste im mineralischen Substrat, die mit den Wurzeln im Grundwasser stehen).

Wichtig für mich ist, dass das so funktioniert. Auch wenn ich häufig gießen muss (im Sommer täglich, im Winter 3-4 mal wöchentlich), ist das für mich immer noch sehr viel weniger Aufwand als bei mehreren 100 Palmen die Feuchtigkeit des Substrats zu prüfen und dann ggf. zu gießen. Um alle Palmen zu gießen, benötige ich weniger als 15 Minuten inklusive Auffüllen der Gießkannen aus der Zisterne. Das entspricht 2 Sekunden pro Palme pro Gießvorgang, also im Winter maximal 8 Sekunden pro Palme pro Woche und im Sommer weniger als 14 Sekunden, wahrscheinlich noch weniger, da das Gießen noch schneller geht als im Winter. Da bleibt dann mehr Zeit zum Genießen, Fotos machen usw. -- und Smalltalk mit meinem Nachbarn.  big_smile

Und ganz nebenbei, meine Urlaubsvertretung im Sommer muss auch nicht mehr fragen, wie viel Wasser welche Palme benötigt. Der Zettel mit den Anweisungen lautet ganz einfach:

Gießen, bis die Kannen leer sind

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